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KLEINUHREN

SOUSCRIPTION

 
SOUSCRIPTION

Eine Kleinuhr komplett von Hand herzustellen ist bereits seit über 200 Jahren nicht mehr üblich. Schon früh fand eine Spezialisierung auf die Fertigung einzelner Teile statt, welche der Uhrmacher schließlich nur noch zusammenfügen musste. Dies bedingte, dass zur Fertigung einer Taschenuhr gut 20 unterschiedliche Berufe notwendig waren. Mit dem Einzug der Industrialisierung der Uhrmacherei in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts waren die Tage der von Hand gefertigten Taschenuhr gezählt, zumindest beinahe...
Heute beherrscht nur noch eine Hand voll Uhrmacher weltweit die Kunst eine Kleinuhr komplett von Hand in der eigenen Werkstätte herzustellen. Die hier zu sehende, aktuell im Entstehen begriffene Taschenuhr ist ein Beispiel für diese exklusiven Stücke. Sie stellt eine Verneigung vor den großen Uhrmacherkünstlern des 18. und 19. Jahrhunderts dar. Arnold, Berthoud und vor allem Breguet lieferten die Inspiration zum Bau dieser ungewöhnlichen Uhr. Sie lehnt sich an Breguets Souscription Taschenuhren an, verfügt wie diese über eine Rubinzylinderhemmung und ein zentrisches Federhaus, jedoch im Gegensatz zum historischen Vorbild um einen verbesserten Aufzug- und Zeigerstellmechanismus, welcher mit zwei ineinander liegenden Vierkanten arbeitet. Die Herstellungsmethoden unterscheiden sich nur geringfügig von jenen, welche bereits um 1800 Anwendung fanden. Ein aufwendig geschliffener Rubinzylinder, welcher der Hemmung ihren Namen verleiht, exakt ausgefeilte und druckpolierte Radschenkel, mit Ingoldfräsern präzise vollendete Verzahnungen sowie ein guillochiertes Ziffernblatt und Gehäuse werden nach Fertigstellung des Zeitmessers einen Eindruck von den Fähigkeiten der alten Meister vermitteln und wie diese Methoden auch heute noch Außergewöhnliches schaffen können!


 

 


Bernhard Wagner, Uhrmachermeister
Oberndorf 24, 3820 Raabs an der Thaya, 0676 / 7584726, info@uhrmacherkunst.at

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